| Das Blenden |
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Das Blenden oder Vermischen verschiedener Dubbingmaterialien. Hier zeige ich euch wie ich es mache.
Was ist Blenden ?Das Blenden also Vermischen von Materialien gibt es in verschiedenen Bereichen. Am bekanntesten ist wohl das Blend von Tee´s. Durch Vermischung von 2 oder mehrere unterschiedlichen Teesorten wird ein neuer Geschmack kreiert. Dadurch ist es möglich einenfast immer gleichbleibenden in diesem Falle Geschmack zu gewährleisten. Aber nicht nur Tee wird geblendet so auch zb. Whiskey, Zigaretten, Wein,und natürlich auch Farben.
Was hat das mit Fliegenbinden zu tun ? In unserem Falle ist das Blenden von Dubbings wohl am interessantesten. Durch das Vermischen von Dubbings haben wir die Möglichkeit noch kreativer und individueller zu agieren. So kann man z.B. seinen eigenen vorlieben nach Dubbings in Farbe und Beschaffenheit herstellen. Dabei muß man nicht ein mal das gleiche ausgangsmaterial haben. Ein einfacher Blend besteht zb. aus Naturdubbing, und Glizzerdubbing. Die Dokumentation Ist eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit, da man so jederzeit ein Erfolgreiches Dubbing wiederherstellen kann. Ich achte darauf das ich penibel jedes Blending aufschreibe. Oftmals mischt man irgendwas zusammen, schreibt es sich nicht auf, und letztendlich ist genau diese Zusammenstellung am Wasser die Farbe schlecht hin, und dann Ärgert man sich, das man sich nichts Notiert hat. Ich habe mir ein kleinen Vokabelheft genommen und Notiere beim Blenden das verwendetet Material. Im Rezept verwende ich dann auch noch die % Sätze des Dubbing´s und mache mir ein Paar Notizen über die Verwendung. Meine Grund - Dubbings habe ich alle numeriert, so das ich dann im Rezept nur noch diese Nummer und Menge in % angebe. Das Material Unerläßlich ist es sich Gedanken über das Material und deren Eigenschaften im und unter Wasser zu machen. Im Fachhandel werden unzählige Dubbings in vielen erdenklichen Farben angeboten. Dabei unterscheidet man grob vom Naturdubbing, und Synthetischem und von einer Matten und glänzenden Färbung. Dann müssen wir uns noch über die Beschaffenheit des Dubbings etwas Gedanken machen, so hat im Direkten Vergleich zb. Hasendubbing aus dem Körperfell andere Eigenschaften als das vom Ohr. Am einfachsten ist dies durch die Dicke der Grannen zu sehen. Diese Unterschiede sind gerade im Bereich des Synthetischen Materials noch viel schlimmer. Dort gibt es zb. vom Antron Dubbing eine Dicke und eine Dünne Faser, und je nach Hersteller sind diese noch unterschiedlich gekräuselt. Dann die Elastizität, das zb. dünnere läßt sich fester ziehen und ergibt einen schlanken festen Körper, das Dickere hingegen nicht. All dies von jedem Dubbing zu kennen ist ohne es zu sehen und anfassen ein ding der Unmöglichkeit. Wer schon einige Zeit mit dem Fliegenbinden befaßt wird dies schon längst festgestellt haben. Ich möchte nun auch nicht auf jedes einzelne Dubbing eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Die Vorbereitung Am einfachsten ist es fertige Dubbings zu nehemn, und diese nach seinen eigenen Wünschen zu verändern. Bei Naturhaar aus der Tüte wird dieses zunächsteinmal in einem Mixer aufgelockert. Das Auflockern des Dubbings aus der Tüte ist unerlässlich, da bedingt durch die Lagerung das Dubbing doch stark gepresst ist, und es sich icht so gut vermischen lässt. Danach entnehme ich mir die gewünschte Menge ( ich wiege dieses mit eine Microwage ab) dabei das Aufschreiben nicht vergessen. Wer keine Microwage zur Verfügung hat, der kann auch die Mengen in Schnapsgläsern abmessen, oder sonst wie.
( Direkt aus der Tüte und nach dem Auflockern ) Die HerstellungHabe ich nun alle Materialien vorliegen, lege ich diese nach und nach in den Mixer, dabei kommt das Grundmaterial, also das Material welches in der Mischung am meisten vorkommt zuerst in den Mixer. Dann gebe ich nach und nach die anderen hinzu. Ich Achte darauf das die Synthetischem und weicheren Materialien zum Schluß hinzugegeben werden. Warum ? Keine Ahnung ich mache es halt so.
Ein Rezept sieht dann bei mir wie folgt aus: Grunddubbings:Art.Nummer 002/15
Info´s) Matte Färbung, Bestellt 2006 bei Flies and More, wenige Steife Haare enthalten, -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Art.Nummer 088/4
Info´s) Sehr weich, länge der Fasern bis 4cm, Faserndicke gering, Matte Reflexion, Bestellt bei Flies and More 2007 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BlenddubbingsBlend No. 22
Info: Hergestellt Mai 2004, für Nymphen, Leichts Dubbing, pos.2) setzt sich zusammen aus 50/50 Schnitgröße 0,5mm und 1.0 mm, Grundblend für Blend No.55 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Blend No.55/1
Info: Wie Blend No.22 jedoch viel Steifer durch Art.No 019/1, für große Volumige Nymphen, Grannenanteil auch bis 40% möglich. Durch verw. anderer Farbe starkes Sprenckling --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fazit: Das Blenden ist für den versierten Fliegenbinder eine schöne Art sich individuell mit Dubbings zu versorgen. Natürlich benötigt man es heut zu Tage nicht mehr, da eine Vielzahl von angebotenen Dubbings den Großteil abdeckt.Aber manchmal gibt es halt ein Dubbing mit einer Komponente nicht, dann Blendet man einfach und wenn sich dieses dann noch am Wasser als Fänig erweißt, hat sich die Arbeit gelohnt. Das Thema ist so komplex das man nun aus Blend wiederum ein Blend herstellen kann, aber das ist jedem selbst überlassen wie stark man sich in dieses Thema einbringt. Zum Schluß möchte ich noch kurz auf die Sprenckling Dubbings eingehen, die derzeit immer größerer Beliebtheit erlangen. Sprenckling Dubbing sind nichts anderes als einfachste Blends. Dem weichen Grunddubbing wird sehr oft in der Farbe stark kontrastierende harte Fasern oder Grannen zugemischt. Einfachstes Beispiel wäre Rotes Dubbing aus einer Unterwolle, vermischt mit bis zu 50% Schwarzen Hasenohr. Das gleiche kann man auch mit Gelb als Grundton machen. Dies ist das ganze Geheimnis um das Sprenckling Dubbing.
Ich wünsche euch viel spass beim Mischen. M.Reisen
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