Ein Tag an der Sinn bei Altengronau
  

Es gibt Tage, die möchte man sich rot im Kalender anstreichen. So einen Tag erwischte ich gestern. Aber mal von Anfang an:

 

 

 

Zu den Strecken der ARGE-Sinntal zwischen Mottgers und Altengronau gehören neben den Tageskartenstrecken auch eine ausgedehnte Jahreskartenstrecke, die den Unterlauf der Schmalen Sinn und die "große" Sinn vom Zusammenfluß der Schmalen- und der bayerischen Sinn beinhaltet. Eben diese Strecke fließt durch das "Naturschutzgebiet Sinnwiesen in Altengronau" und ist von Mitte März bis Mitte Juni gesperrt, um das einzigartige Vorkommen der Schachblume zu schonen. Inbegriffen ist natürlich auch die Schonung der Fischbestände. Am 16. Juni ist sowas wie "Eröffnungstag" und den wollte ich mir nicht entgehen lassen. 

 

 

 

 

 

Gegen 9.30 Uhr war ich am Wasser und konnte auch schon vier weitere Jahreskartenfischer begrüßen. Glücklicherweise hat man wirklich genug Platz, um sich aus dem Wege zu gehen und ich fing unterhalb des Schwimmbades an, meine Nassfliegen zu servieren. Trotz der wenig sommerlichen 15°C Lufttemperatur war es nicht zu kalt und die Fliegen schlüpften den ganzen Tag über. Die Fische waren auch aktiv, und meine Black&Peacock Spider fand einige Liebhaber.

 

 

 

 

 Wegen der recht geringen Wasserführung fischte ich mit leichtem Gerät und die Bachforellen erwiesen sich als zähe Kämpfer. Im 10 Minuten Takt ging es weiter.

 

 

 

  

Ein Forelle schöner als der andere.

Nach diesem ruhigen Streckenabschnitt wechselt die Sinn auf die andere Talseite und wird deutlich breiter und schneller.            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um sich dann wieder zwischen

umgestürzten Bäumen durchzuschlängeln

         


 

 


    

Überall fing ich schöne Bachforellen, wobei die kleineren 

 

ohne Portraitierung davonkamen.

 

 

Nach einer kurzen Mittagspause im Schatten der Grillhütte befischte ich die Strecke oberhalb der Grillhütte. Hier ist die Sinn recht tief in die Wiese eingegraben und man muss zu jedem Fisch die Böschung hinabklettern.

    

 

Beim Landen einer Forelle fand ich ein adultes Bachneunauge im flachen Wasser. Es hauchte gerade das letzte bisschen Leben aus und ich überlies es dem Kreislauf des Lebens. Seine Nachkommen schlummern hunderttausendfach in den sandigen Bereichen der Sinn.

   

 

Bis in den späten Nachmittag hinein stiess ich fast überall auf aktive Fische, die sich all die leckeren danicas, sulphureas und wasnichtalles schmecken liessen

    

 

 

 

Nach diesen beiden Schönheiten ließ ich es gut sein und machte mich gegen 19°° Uhr auf den Heimweg.

Gefischt habe ich kurze Ruten um 7 Fuss der Klasse 3/4 mit Schwimmschnur und dunklen Nassfliegen wie Black&Peacock Spider oder schwarze Palmer, die ungefettet schräg stromab angeboten wurden. Unbewegte Trockenfliegen fanden wenig Anklang. Erst wenn sie unter Wasser gezogen wurden, kam die Reaktion der Fische.

So ein herrlicher Tag mit Genußfischen pur bleibt einem lange in Erinnerung. Davon kann man dann zehren, wenn es mal nicht so optimal läuft.


Petri und tight lines,

  
Peter Paulini

( Heartlandflyfishers )